Schlüsseldienst München

Trotz vermehrter Wohnungseinbrüche in München liegen die Fallzahlen für 2025 unter dem Niveau von 2016.

Entwicklung der Wohnungseinbrüche in München von 2016 bis 2025

Gutes Sicherheitsniveau

München bleibt – und das nun schon im 50. Jahr in Folge – die sicherste Großstadt Deutschlands. Klingt wie ein Dauerabo auf Platz eins, ist es auch: In keiner vergleichbaren Metropole ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, geringer. Und während die Stadt schon gut dasteht, setzt der Landkreis noch einen drauf.

Die Gesamtkriminalität ging 2025 leicht zurück: 98.478 Straftaten (ohne Aufenthaltsgesetz) bedeuten ein Minus von 1,8 Prozent, auch die Häufigkeitszahl sank um 2,2 Prozent. Gleichzeitig legte die Aufklärungsquote auf 62,9 Prozent zu – ein solides Plus und ein klarer Beleg dafür, dass die Ermittlungsarbeit nicht nur fleißig, sondern effektiv ist.

Wohnungseinbrüche steigen

Beim Thema Einbruch wird es differenzierter. Wohnungseinbrüche nahmen um 14,8 Prozent zu – kein Ruhmesblatt, aber auch kein Grund zur Panik: Im Zehnjahresvergleich liegen die Zahlen immer noch deutlich unter dem Niveau von 2016 (–34,5 Prozent). Zudem scheitert fast jeder zweite Einbruchversuch (46,7 Prozent), was zeigt, dass Prävention durchaus Wirkung zeigt.

Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen insgesamt verbesserte sich leicht auf 33,1 Prozent (vorher 32,6 Prozent) – damit wird etwa jeder dritte Fall gelöst. Bei Wohnungseinbrüchen selbst bleibt sie mit 16,2 Prozent eher überschaubar, was die Komplexität dieser Delikte unterstreicht.

Ein Blick auf die Details zeigt: Nicht überall geht es nach oben. Rückläufig waren Einbrüche in Neu- und Rohbauten sowie Baustellen (–190 auf 248 Fälle) und in Keller- oder Nebenräume (–226 auf 1.317 Fälle). Leichte Anstiege gab es hingegen bei Einbrüchen in Büros und Werkstätten (+11 auf 673 Fälle) sowie – auf sehr niedrigem Niveau – bei Banken und Postfilialen (+1 auf 4 Fälle). Besonders auffällig: Einbrüche in Gaststätten, Hotels und Kantinen erreichten mit 279 Fällen einen Zehnjahres-Höchststand.

Trotz einzelner Anstiege bleibt die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität ein Schwerpunkt. Entsprechend eng ist die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg – und das zahlt sich aus. Ein Großteil der Tatverdächtigen ist international unterwegs: 69,7 Prozent der ermittelten Einbrecher hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zudem lebten rund 61,4 Prozent der Verdächtigen nicht in München oder ihr Aufenthaltsort war unklar; ein erheblicher Teil davon sogar im Ausland.

Unterm Strich wird auch klar, warum Einbrüche so ernst genommen werden: Der Beuteschaden erreichte 2025 mit 12,35 Millionen Euro einen neuen Höchstwert. Allerdings ist das weniger ein Zeichen flächendeckender Plünderung als vielmehr das Ergebnis einiger weniger Fälle mit besonders hohem Schaden.

Prävention von Wohnungseinbrüchen

Im Jahr 2025 setzte die Polizei verstärkt auf Prävention, um Einbruchs- und Diebstahlsdelikten frühzeitig entgegenzuwirken. Mit gezielten Kampagnen und neuen Plakaten wurden Bürgerinnen und Bürger sowie Hausverwaltungen darüber informiert, wie Fahrräder sicher abgestellt werden und wie im Diebstahlsfall richtig reagiert wird.

Ein besonderer Fokus lag auf gefährdeten Bereichen wie Keller- und Fahrradräumen. Gleichzeitig zeigte die Sicherheitswacht verstärkt Präsenz und wirkte durch ihre sichtbare Anwesenheit abschreckend auf potenzielle Täter.

Darüber hinaus wurden gezielt Maßnahmen zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen umgesetzt, insbesondere in den Abendstunden und in besonders betroffenen Gebieten. Durch diese Kombination aus Information, Präsenz und gezielter Abschreckung verfolgt die Polizei konsequent das Ziel, Straftaten bereits im Vorfeld zu verhindern.

Quelle:

https://www.polizei.bayern.de/mam/kriminalitaet/sicherheitsreport_2025_pp_mProzentC3ProzentBCnchen.pdf